🚀 Einmal mit einem Astronauten reden: Check ✅
Ich hatte ja ganz andere Antworten von ihm erwartet


DAS können auf jeden Fall nur wenige Menschen von sich behaupten. Was du davon mitnehmen kannst, liest du hier.

Bevor ich ĂŒberhaupt auf die Welt gekommen bin, war Claude Nicollier als erster Schweizer Astronaut bereits im All. 4 WeltraumflĂŒge hat er absolviert. Unter anderem unternahm er auch einen Weltraumausstieg, als er das Hubble Telescope repariert hat.

Spoiler vorab: Selten zuvor hatte ich so viel GĂ€nsehaut gehabt und Überraschungen erlebt.

Letztes Jahr hatte ich endlich die Möglichkeit mit ihm zu sprechen. Das war GÀnsehaut pur!

💭 KĂ€mpfen:
Klingt abgedroschen, doch ist so wahr: Du kannst alles erreichen, wenn du hart genug arbeitest. Durch einen Autounfall schien seine Fliegerkarriere ein Ende zu nehmen, bevor er seine TrĂ€ume erreicht hatte. Doch nach einem harten Jahr, in dem er sich zurĂŒckkĂ€mpfte, saß er ein Jahr spĂ€ter wieder im Cockpit und wenige Jahre darauf sogar in einer Rakete. Aufgrund des Challenger-UnglĂŒcks 1986 wurde seine erste Mission abgesagt. Viele HĂŒrden. Doch er ist immer wieder aufgestanden.

🌏 DemĂŒtig.
Ihm wurde erst einmal bewusst, wie klein und verletzlich unsere Erde doch ist. Als ich ihn gefragt habe, ob er es auf der Erde nun „langweilig“ findet, war er fast erschrocken ĂŒber meine Frage. „Im Gegenteil“, war die Antwort. Jeder schöne Fleck, jede Faszination der Natur bewundert er mehr als zuvor. Denn er hat sie „von außen“ in seiner vollen Pracht sehen dĂŒrfen. Er ist traurig darĂŒber, dass (zu) viele Menschen meinen, ihnen gehöre die Welt. Mehr Demut wĂŒrde allen Menschen gut stehen


💬 Mit wem tauscht man sich aus, wenn man etwas erlebt hat, was kaum jemand auf dieser Erde erleben durfte? Wer versteht einen? Auch das wollte ich von ihm wissen. Ich stellte mich auf gedankliche Einsamkeit ein. Schließlich kann niemand nachvollziehen, was man im All erlebt und gesehen habt. Doch auch hier ĂŒberraschte mich Claude Nicollier einmal mehr. Laut ihm geht es im Leben doch nicht (nur) darum, was man erlebt hat, sondern was die Werte sind. Teilt man sich die gleichen Werte, gibt es immer genug zum Austauschen und gemeinsam Erleben.

đŸ‘„ Es gibt keine Grenzen. Wir sind alle eins. Wenn man vom All aus auf die Erde blickt, dann sieht man keine LĂ€ndergrenzen. Auch keine unterschiedliche Kulturen. Auf einmal fragte er sich, wieso wir uns auf der Erde so sehr um Grenzen bemĂŒhen – die offensichtlich unsichtbar sind und menschengemacht. Wir sind doch alle eins. Wieso halten wir nicht alle zusammen? Es geht um etwas viel GrĂ¶ĂŸeres: Um unseren Planeten.

Selbst, wenn ich das jetzt tippe, empfinde ich noch immens viel Dankbarkeit und Demut.

PS: Es ist gefĂŒhlt das erste Mal, dass dieses Emoji (🚀) verwendet wird und es dabei wirklich um Raumfahrt statt um „Startup“ oder „Vollgas“ geht


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Claude Nicollier